Gesprayt 

Ein Schüler*innenprojekt zum 75. Jahrestag der Nürnberger Prozesse

Wie aktuell sind die Nürnberger Prozesse 75 Jahre nach ihrer Eröffnung heute noch? Was bedeuten sie für mich persönlich?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich zehn Schülerinnen und Schüler der Scharrer-Mittelschule in Nürnberg.

„Ich möchte damit sagen, dass viele Leute während des Krieges gestorben sind, und dass wir auf andere Menschen achten sollen, dass es nicht wieder zu einem Krieg kommt."

Marcel Rychlik, 7c

 

Um sich diesen großen Fragen zu nähern und um sich selbst ein Bild von Themen zu machen, besuchten die Schülerinnen und Schüler mehrere Seminare und den historischen Saal 600. Anschließend bestimmten sie selbst welche Themen sie am meisten berührten. Die Schülerinnen und Schüler „übersetzen“ ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zuerst in grobe Entwürfe und Zeichnungen, die dann zu den Vorlagen für ihre Graffiti wurden.

Gruppenbild mit allen Beteiligten
Erste Versuche
Es gibt noch viel zu tun
Bereit zum Sprayen
Fast fertig
Das Ergebnis
Los geht's
Noch nicht fertig
Morgenbesprechung am zweiten Tag
Sprayen macht Spaß
Konzentriert bei der Arbeit
Tipps vom Profi
Nicht nur Leinwände werden angesprayt
Es gibt noch viel zu tun
Das Bild "Saal 600" vor dem Saal 600
Die Entwürfe werden mit einem Beamer übertragen
Kurze Pause
Nach getaner Arbeit
Alles geschafft

Bildnachweis für alle Bilder: Memorium Nürnberger Prozesse, Olga Henich

„Meine Botschaft ist, es ist mir besonders wichtig, dass es Gerechtigkeit gibt. Es soll weiterhin Gerechtigkeit geben. Für uns und unsere Zukunft."

Martina Aisosa Osabuohien, 9a

Das Projekt hat sowohl eine inhaltliche als auch eine künstlerische Komponente. Aus diesem Grund erlernten die Schülerinnen und Schüler grundlegende Spray-Techniken und konnten dann in zweier Teams selbständig fünf Leinwände mit ihrer persönlichen Interpretation der Bedeutung der Nürnberger Prozesse anfertigen. Carlos Lorente, von der Graffiti Akademie Style Scouts, begleitete und unterstützte diesen Prozess.

Thematisch einigte sich die Gruppe darauf einen Bilderzyklus zu erstellen. Auf insgesamt fünf Leinwänden zeigen sie die für sie wichtigsten Aspekte der Nürnberger Prozesse: Die Verbrechen des NS-Staats, die Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg, die Kooperation der Alliierten, um Frieden zu schaffen, das übergeordnete Ziel der Gerechtigkeit und den Saal 600.

Die Werke werden in der ersten Ausstellung im Cube 600 präsentiert. Der Cube 600 ist eine ehemalige Werksstatt gegenüber dem Memorium Nürnberger Prozesse. Hier werden zukünftig Wechsel- und Wanderausstellungen gezeigt.

Aufgrund der aktuellen Schließung des Memoriums ist noch nicht abzusehen, wann die Ausstellung eröffnet werden kann. Wir halten Sie auf unserer Website und auf Facebook auf dem Laufenden.

 

Adresse: Fürther Straße 104, 90429 Nürnberg

Öffnungszeiten: Die Eröffnung ist bis auf Weiteres verschoben.

Der Eintritt ist frei.

 

Das Projekt wurde gefördert von der Sparkasse Nürnberg.

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